„Die Atomlüge“ – NDR Reportage deckt Wahrheiten über Atomkraft auf


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Eine tagesaktuelle Rolle nimmt heute die Diskussion um die weitere Umgangsweise mit Atomenergie ein. Dabei stehen sich Vertreter der Atomindustrie und Anhänger der grünen Politik konträr gegenüber. Vor allem derzeit beschäftigt die Frage nach einer Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke oder einem Ausstieg aus der Atompolitik die deutsche Politik und die Bevölkerung in Deutschland. Bundesweite Proteste häufen sich, die gegnerischen Stimmen zum Thema Atomenergie werden lauter und verlangen Sicherheit und Schutz der Gesellschaft durch die Ersetzung der Atomkraft durch erneuerbare Energien.

Mit diesem Thema befasste sich ausgiebig die Filmjournalistin Gesine Enwaldt. In der Reportage „Die Atomlüge“, die in der NDR-Reihe „45 Minuten“ ausgestrahlt wurde, geht Enwaldt auf Spurensuche. Nur das Versuchsendlager Asse und das Endlager Schacht Konrad gewährten ihr einen Besuch und erklärt sich zur Stellungnahme bereit. Die übrigen Atomkraftwerke waren nicht bereit, über Fragen Auskunft zu geben. Die Filmjournalistin recherchiert die Frage nach der Sicherheit von Kraftwerken. Sie sucht zudem Antworten auf die Frage nach der Entsorgung des Atommülls, der Bedrohung von Atomkraft in Zeiten des internationalen Terrors und stellt Mutmaßungen an, wie die Folgen eines Atomterrorangriffes aussehen könnten.

In ihren Recherchen entlarvt die Filmautorin „Lügen“ rund um das Thema Atomenergie. Enwaldt erläutert, weshalb Atomstrom keineswegs billig ist, so wie es von den großen Konzernen proklamiert wird. Enwaldt deckt die wahren Ausmaße des CO2 Verbrauches bei der Urangewinnung auf. Während ihrer Recherchen stärkten sich bei der Filmautorin und ihrem Team erhebliche Zweifel an den Sicherheitsvorkehrungen der Kraftwerke in Deutschland.

Enwaldts Dokumentation führt vor Augen, wie wichtig eine Umstellung auf erneuerbare Energien ist. Die Filmautorin demonstriert, dass der Wechsel von Atomenergie zu erneuerbaren Energien durchaus realistisch ist und besser heute als morgen begonnen werden sollte. Alleine der politische Wille stehe einer Realisierung noch im Wege, so Enwaldt.

Die Zeit zum aktiven Handeln drängt und eine Anti-Atomkraft-Bewegung kann nicht stark genug werden.

Sehen Sie hier den 45-Minütigen Beitrag auf NDR online: http://www3.ndr.de/sendungen/45_min/videos/atomluege114.html

Ein Resümee der schockierenden Ergebnisse Enwaldts Recherchen können Sie hier lesen: http://www3.ndr.de/sendungen/45_min/hintergrund/atomluege106.htmlInformieren Sie sich auch in unserem Artikel der EU-Umweltakademie über Atomenergie und den Kampf um die Durchsetzung erneuerbarer Energien in Deutschland.

 

 

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