Der Maya Kalender und die Transformation des Bewusstseins

Vorwort zur deutschen Ausgabe

Die Veröffentlichung meines Buches über den Mayakalender in deutscher Sprache macht es erforderlich, die besondere Bedeutung für die deutschsprachige Welt herauszustellen. Während der Mayakalender ein Kalender von allgemeiner Bedeutung ist, kann er auch Aussagen treffen, die eigens für verschiedene Gegenden der Welt bestimmt sind. Zuerst sei erwähnt, dass es ein Deutscher war, nämlich Ernst Förstemann, der als Erster die Grundstruktur des Mayakalendersystems erläutert hat. Förstemann wurde 1822 in Danzig geboren, und im letzten Teil seines Lebens wurde er königlicher Bibliothekar von Sachsen in Dresden. Dort entdeckte er ein merkwürdiges Dokument zunächst unbekannter Herkunft, das später als der Dresdener Codex bekannt wurde.

Es ist das beste aller Mayabücher, das die Bücherverbrennungen der spanischen Bischöfe auf Yucatán überstanden hat. Förstemann verbrachte vierzehn Jahre seines Lebens mit dem alten Mayamanuskript, und als ein Ergebnis seiner Studien kennen wir nun die Grundstruktur des Mayakalendersystems. Kaum ein anderer Forscher hat soviel dazu beigetragen, die kalendarischen Zyklen der Mayas zu erläutern, wie Förstemann.

Es ist nicht anzunehmen, dass Förstemann irgendeine Vorstellung vom Ausmaß hatte, die in der heutigen Zeit dem Mayakalender beigemessen werden würde, und es sollte hier darauf hingewiesen werden, dass Förstemann nichts davon wusste, wie die Zyklen, die er studierte, dem Gregorianischen Kalender entsprachen. Daher konnte zu seiner Zeit seine prophetische Bedeutung nicht erfasst werden. Trotzdem ist das heutige Interesse am Mayakalender stetig im Wachsen begriffen – sogar bis zu dem Punkt, einen Hollywoodfilm im Dezember 2006 anzuregen: Mel Gibsons Apocalypto. Das Buch, das der Leser in seinen Händen hält, beabsichtigt, die alten Symbole, die von Förstemann studiert wurden, in eine Botschaft zu übersetzen, die für eine moderne Person bedeutungsvoll ist. Einige der entscheidenden Grundaussagen darin sind, dass die Menschheitsgeschichte von der Entwicklung ihres Bewusstseins gesteuert wird und dass die Wendepunkte dieser Entwicklung im Mayakalender festgelegt sind. Überdies wird diese Entwicklung von einem Weltenbaum herbeigeführt, der auf verschiedenen Ebenen existiert und seine Energien in verschiedene Richtungen aussendet.

Dies habe ich jahrelang immer wieder betont als Teil meiner Mission, den wahren Mayakalender der Welt vorzustellen, und ich habe den Stamm dieses Weltenbaumes in eine Skala unseres Planeten übertragen können, und zwar bei 12,5° östlicher Länge, ein Längengrad, der gerade hoch geht von Rom über Stralsund und dann zu den skandinavischen Ländern. Deshalb ist es mir immer klar gewesen, dass dieser Weltenbaum der entscheidende Bestimmungsfaktor der deutschen Geschichte gewesen ist. Trotzdem war es mir erst möglich, die Kraft zu spüren, die der Weltenbaumstamm in dieser Region hat, nachdem ich kürzlich den Chiemgau in Bayern besucht habe, wo die Einwohner immer noch dem Weltenbaum in ihrer Maibaum-Tradition Ehre erweisen. Auch dämmerte es mir, dass Deutschland aufgrund seiner Lage genau unter dem Weltenbaumstamm nie ein Nationalstaat wie die anderen sein konnte und niemals sein kann, aus dem einfachen Grund, weil der Weltenbaum eine Energie der Verzweigung in verschiedene Richtungen geschaffen hat, eine Verzweigung, die sowohl aufbauende als auch zerstörerische Formen angenommen hat, je nach der Energie, die der Weltenbaum gerade aussendete. Der sehr knappe Abriss der Geschichte Deutschlands, den ich in diesem Vorwort skizziere, kann nur vom Leser ganz erfasst werden, wenn er den Großteil des Inhalts dieses Buches aufgenommen hat, doch steht er hier für künftige Betrachtungen: Über die Geschichte Deutschlands im engeren Sinne der Welt wird für gewöhnlich gesagt, sie gehe zurück auf den Vertrag von Verdun im Jahre 843 n. Chr. Da wurde das Reich Karls des Großen in drei Teile aufgeteilt, von dem sich einer, das Ostfränkische Reich, zum Königreich Deutschlands entwickelte, das später unter Otto dem Großen im Jahre 962 n. Chr. das Heilige Römische Reich werden sollte. Über die Geburt Deutschlands kann daher gesagt werden, dass sie unmittelbar von der Energie des Elften Himmels der Nationalen Unterwelt des Mayakalenders angetrieben wurde. Das zentrale Reich Europas wurde tatsächlich um den Stamm des Weltenbaumes herum während einer Zeitspanne geschaffen, als sich dieser Stamm stark ausprägte und in solch einer Position für die beiden folgenden Baktuns dieser Unterwelt bleiben sollte.

Es lässt sich sagen, dass er zu Beginn des Dreizehnten Himmels im Jahre 1617 viel zu stark war, und anstatt sich zu einer modernen Nation zu entwickeln, wie es in mehreren anderen europäischen Länder geschah, kam der Dreißigjährige Krieg, um Deutschland für eine sehr lange Zeit zu zerstören. Infolgedessen begann Deutschland erst mit seiner Entwicklung zu einem Nationalstaat zu Beginn der Planetaren Unterwelt mit dem Auftauchen der Preußischen Macht. Auf dieser evolutionären Ebene stellte sich jedoch heraus, dass der Weltenbaumstamm, der sich von Rom über Berlin erstreckt, eine Tendenz hatte, sich zu verzweigen. Aus höherer Sicht war Deutschland die treibende Kraft für die europäische Einigung, die einen entscheidenden Teil der geopolitischen Absicht dieser Unterwelt ausmachte. Unter der Herrschaft von Tezcatlipoca, dem Gott der Dunkelheit, in den Jahren 1932–1952 waren die Mittel, mit denen dies herbeigeführt werden sollte, jedoch sehr zerstörerisch, und erst in den späteren Katuns ist Deutschland zu der zentralen, ausgleichenden Macht zwischen Ost und West in der Europäischen Gemeinschaft geworden, die es gegenwärtig ist. Was ich hier anbiete, ist eine völlig neue Sicht der Menschheitsgeschichte, eine Sichtweise, in der die Energien des Mayakalenders, die vom Weltenbaum ausgesendet werden, die entscheidende Rolle in der Gestaltung der Menschheitsgeschichte wie auch der Mentalität der Menschen spielen, die in verschiedenen Teilen der Welt leben.

Die Deutschen sind in der übrigen Welt bekannt für ihr Organisationstalent und ihre Ordnungsliebe, verbunden mit einer langen Tradition kritischen, philosophischen Denkens. Diese Mentalität hat ihren Ursprung in der strengen Polarisierung des Bewusstseins, die für so lange Zeit dieses Gebiet beherrscht hat. Diese Qualitäten haben auch einen großen potentiellen Wert in der Zeit des spirituellen Erwachens der Galaktischen Unterwelt, in die wir nun hineingekommen sind und in der sie dienlich sein können bei der Erdung dieser neuen Energien durch eine rationale Verankerung des Goldenen Zeitalters, basierend auf dem Wissen, das vom Mayakalender geboten wird. Doch, und ich bin mir sicher, der Leser wird dies von selbst verstehen können, wird die baldige Herrschaft von Tezcatlipoca eine neue Herausforderung für jene bieten, die unter dem Stamm des Weltenbaumes bis zum Ende des Jahres 2007 leben. Deshalb meine ich, dass die Veröffentlichung der deutschen Ausgabe von Der Maya Kalender und die Transformation des Bewusstseins eine besondere Rolle im globalen Kontext spielt. Ich hoffe, dass es nicht nur einer realistischen Einschätzung von Ereignissen in den nächsten Jahren dienen wird, sondern auch als eine Anregung für all jene, die sehen, dass der Zukunft der Menschheit am Besten damit gedient ist, wenn wir Mittel und Wege entwickeln können, einen Zustand der Einheit mit dem Universum zu verwirklichen. Ich hoffe, dass wir alle eines Tages imstande sein werden, zu erleben, dass wir tatsächlich das Universum sind und dass unser Bewusstsein mit allem und jedem verbunden ist. Was dieses Buch uns vermittelt, ist, dass wir in den nächsten Jahren an einem Prozess teilnehmen werden, der all unsere Filter beseitigen wird, die uns heute noch davon abhalten, dies klar zu sehen.

Carl Johan Calleman
Dwingeloo, Niederlande
5 Ben, 7.13.13 der Galaktischen Unterwelt
(17. September 2006)

 

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