Leseprobe aus "Candidalismus - Getarnte Pilze und Parasiten im Blut"Auszug aus dem Kapitel 8.: "C-Candida - die neue bedeutungsvolle Erkenntnis"
Wie bereits in den Kapiteln „Ursachen der Blutbelastungen“ und „Unsere Symbionten“ erwähnt, befinden sich in unserem Körper viele verschiedene Gattungen von Mikroorganismen, die mit uns normalerweise in harmonischer Symbiose leben. Die wichtigsten Gattungen sind der Mucor racemosus, der Aspergillus niger, die Candida albicans und ca. 700 verschiedene Bakterienstämme. Erst durch die verschiedensten Milieuveränderungen (siehe Kapitel „Einflüsse auf unser Blutmilieu“) verändern sich diese Gattungen in den krankmachenden Bereich und belasten unseren Körper. Bevor ich Ihnen die von mir erforschten C-Candida-Pilze im Blut vorstelle, möchte ich als Einleitung kurz über die bisher bekannten Pilzerkrankungen (Mykosen) durch Candida-Hefepilze berichten.
Die Candida-Pilze gehören zu den Hefepilzen, auch Sprosspilze genannt; Sie sind in den letzten Jahren viel diskutiert worden und erzeugen durch ihre unnatürliche Ausbreitung, insbesondere im Darm (als überwuchernde Hefe auf den Schleimhäuten, z. B. als Nester von Hefen zwischen den Darmzotten) vielerlei Beschwerden. Der bekannteste Pilz der Candida-Gruppe ist sicherlich die Candida albicans. Probleme bereitet die Candida auch als Haut- oder Nagelpilz.
Obwohl es bereits viel Literatur über dieses Thema gibt, werden Pilzerkrankungen meist nicht sehr ernst genommen. Dies liegt unter anderem an dem größtenteils diffusen und unklaren Beschwerdebild, das diese Hefepilze erzeugen. Die Hefepilze greifen schleichend unser Immunsystem an und führen zu Erschöpfung, Müdigkeit und depressiven Verstimmungen. Die Beschwerden werden deshalb oft fälschlicherweise als Anzeichen für psychosomatische Beschwerden gedeutet.
Der wuchernde Hefepilz führt allein im Verdauungstrakt zu unsäglichen Schäden der Schleimhäute und der Organe, wenn nach einer Antibiotikagabe die Darmflora nicht mit entsprechenden Mitteln wie z. B. Baktoflor, Symbioflor, Omniflor etc. wieder aufgebaut wird. Nicht zu vergessen die Pilzgifte, die allein schon unsere Gesundheit schwer beeinträchtigen können.
Candida kann im Darm Zucker in minderwertigen Alkohol (Fusel) verwandeln; dieser belastet die Leber und kann zum Entgleisen der Leberwerte führen. Diese wuchernden Candida-Hefepilze können durch eine Milieutherapie (siehe Kapitel „Die therapeutische Blut-Milieukorrektur“) und eine zucker- und weißmehlfreie Diät in ihre physiologische Norm zurückgedrängt werden.
Wenn der Candida-Pilz als Hefe im Blut auftritt, kommt es zu einer Hefesepsis, d.h. zur Blutvergiftung, die meist zu allerschwersten Erkrankungen oder sogar zum Tode führt. Aus diesem Grunde ist es nicht vorstellbar, dass sich die Candida-Hefepilze, auch ohne ernste Erkrankungen zu verursachen, im Blut ausbreiten können.
Die Candida hat es jedoch längst geschafft, sich in der getarnten Form dem Blut anzupassen und schleichende Erkrankungen zu erzeugen, die nach jahrelangem Befall chronifiziert werden, d.h. zu Dauererkrankungen werden. Aber Candida-Pilze sind eigentlich unsere besten Freunde!
Candida ist meiner Meinung nach in ihrer Urkeimform für den Aufbau des gesamten Verdauungstraktes zuständig. In Symbiose mit den Darmbakterien (der Darmflora) erfüllt die Candida-Hefe die Aufgabe, dass der Verdauungsprozess in gesunder Form abläuft. Meine Vermutung geht dahin, dass Candida eine ganz eigenständige Entwicklungsform (Zyklode) durchmacht und dass das ganze Schleimhautsystem mit der Resorption der Nährstoffe von ihr abhängt, Candida also in ihrer Symbiontenform ein ganz wesentlicher Freund für unsere Gesundheit ist.
Nachdem ich über das Dunkelfeldmikroskop beobachten konnte, dass sich die Candida-Hefepilze in den letzten Jahren in ihrer Form und in ihrer Aggressivität verändert haben und sich in unserem Blut eingenistet haben, möchte ich speziell auf diese „neuen“ Varianten der C-Candida-Pilze eingehen. Ich kann eine Candida-Blutmykose bei jeder Darmmykose feststellen, und gehe sogar davon aus, dass eine C-Candida-Blutmykose viel häufiger als eine Darmmykose auftritt (von 96 Prozent nur noch etwa 30 Prozent). Die normale Keimzahl ist 10² im Darm (100 Keime auf ein Gramm Fäzes), pathogen wird Candida ab einer Keimzahl von 10³, in wuchernder Form kann er zu einer Milliarde (106) ansteigen, ich hatte sogar schon Patienten mit einer Keimzahl von 109.
Die C-Candida (Candida albicans) im Blut besteht aus kleinen Bläschen, die sich mit den Thrombozyten (den Blutplättchen, welche für die Blutgerinnung zuständig sind), kleine und größere Nester baut; hier werden Keime eingelagert. So werden die Thrombozyten mit Fibrinfäden als Baumaterial dieser Nester benutzt, und es erscheint wie ein Thrombus, der zur Thrombose führen könnte. Viele Bläschen, die man aber nur im Nüchternblut erkennt, umgeben diese Nester und können auch vereinzelt im Blutplasma herumschwimmen, um Nährstoffe aufzunehmen oder um neue Nester zu bauen. Durch die hauchdünne Membran dieser Bläschen schützt sich Candida vor dem alkalischen Blutmilieu. Der Pilz produziert innerhalb seiner Bläschen seine eigene Säure.
Die zweite C-Candida-Art, als Blut- und Organmykose sichtbar, heißt Candida parapsilosis. Diese Bläschen sind kleiner, oval, in Traubenformen mit schlauchähnlichen Verbindungen, den Clamydosporen, in denen sie die Keime übertragen. Diese C-Candida parapsilosis ist erst am zweiten oder dritten Tag nach Blutabnahme im noch lebenden Blut unter dem Dunkelfeldmikroskop sichtbar.
Der intrazelluläre C-Candida-Befall der roten Blutkörperchen zeigt sich im Dunkelfeld in der Form von starren, gläsernen Stäbchen oder Nadeln mit einer kleinen Schlaufe oder Öse, ähnlich einer Stopfnadel, aus den Erythrozyten herauskommend, und zwar erst nach einigen Tagen der Blutbeobachtung. Die Stäbchen können bis zu fünf mal so lang wie ein Erythrozyt sein; in der Zelle sind sie wie kleine Kugeln durch die Zellmembran schimmernd sichtbar und nehmen erst bei der Ausstülpung die starre Stopfnadelform an. Ich habe ihr den Namen C-Candida sclerosis gegeben. Diese Nadeln sind noch tagelang im Plasma, sich starr bewegend, zu sehen.
Diesen Befall finden wir heute bei schweren Erkrankungen (Krebs, Leukämie) oder den Säureerkrankungen wie Rheuma; von der Häufigkeit her kommt C-Candida sclerosis jedoch selten vor. Ein unerklärliches Phänomen ist, dass diese Form zeitweise äußerst häufig bei meinen Patienten auftritt, dann wiederum monatelang überhaupt nicht.
Diese Bläschen von C-Candida albicans sind nach Professor Enderlein so genannte parasitäre Entwicklungen aus den kleinen Symbionten, so genannte Thecite. Die „Gegner“ meiner Theorie würden dem Patienten eine Thromboseneigung und keine Blutmykose diagnostizieren.
Es sollte jedoch zu bedenken geben, dass diese „Thecite“ bei Candida-Befall so häufig auftreten und die Vorstufen zu den Theciten (Entwicklungsstufen wie Mychite) relativ selten zu sehen sind. Ich betrachte diese runden Bläschen (Candida buds) als eine Variation von C-Candida! In vielen Jahren meiner Praxistätigkeit konnte ich immer wieder beobachten, dass sowohl die Bläschen, als auch die Thrombozytennester mit meiner gezielten Therapie gegen Candida verschwanden. Die zum Teil sehr schweren, unterschiedlichen Erkrankungen verhielten sich entsprechend dem Rückgang des Candida-Befalls – sie wurden besser oder verschwanden zur Gänze. |